Johannes   Gemeinde

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Wem diene ich?

Bibelstelle: Joh.10,11.27-28

In diesen drei Versen aus dem 10. Kapitel des Johannesevangeliums vergleicht Jesus die Menschen, die ihr Leben unter seine Führung gestellt haben mit einer Schafherde.

Jesus als guter Hirte führt sie durch ihre Lebenszeit.

Für Christen in unserer Zeit hat dieses vergleichende Bild dieselbe Aktualität wie vor ca. 2000 Jahren, auch wenn Jesus nicht mehr unter uns lebt. Durch Predigt, Schrift und Gebet mit ihm verbunden, leitet er uns durch seinen Geist auf unserem Lebensweg.

Solange wir ihm nachfolgen, wird er uns durch das Leben leiten, uns Wegweisung sein, uns an das Ziel unseres Lebens führen und uns in Gottes Ewigkeit ewiges Leben schenken.

Für Menschen, die ihr Leben mit Jesus leben, ist diese Art mit der Jesus uns durch unser Leben begleitet Trost, Hilfe und Orientierung im Lebensalltag.

Für Menschen, die keine Beziehung zu Jesus haben, ist Jesu Fürsorge eine Bevormundung durch einen Dritten. Niemand gibt so ohne Weiteres seine Selbstbestimmung und Unabhängigkeit auf, und orientiert sich freiwillig an den Ordnungen und Weisungen eines Dritten.

Menschen, die sich Jesus auf diese Art unterordnen und Christus nachfolgen, werden darum für schwach und naiv gehalten. Zu diesem Urteil kommt man in der Regel aus Unwissenheit. Nicht wissend, dass wir, egal ob wir uns unabhängig wähnen, oder unser Leben Christus untergeordnet haben, wir immer einem Herrn dienen. Einer bestimmt unser Leben immer.

Es ist entweder der Geist ( der Gott ) dieser Welt, oder in Christus der Gott des Himmels und der Erde.

Richte ich mein Leben darauf aus mich selbst zu verwirklichen, wird mein Leben zum Jagen nach Geld und Macht. Ich bin mir selbst der Nächste. Ohne Geld und Macht ist kein erfolgreicher Status in unserer Leistungsgesellschaft zu erreichen. Erfolgreiche Menschen werden hier nach ihrer Position, Bonität und Leistungsfähigkeit klassifiziert. Für Schwache oder auch Andersdenkende ist hier kein Platz. Sie haben allenfalls die Funktion durch ihr Scheitern die Leistung des Erfolgreichen im rechten Licht erstrahlen zu lassen.

Einer bestimmt unser Tun immer, oder auch etwas reitet uns immer.

Jeder bestimmt seinen "Herrn" über sein Leben selbst.

Es liegt in unserer Hand, wem wir uns unterordnen, wem wir dienen.

Ist es in Christus der Gott, der Himmel und Erde geschafffen hat, oder der Gott dieser Welt, von dem gesagt wird: " Geld regiert die Welt", der schnöde Mammon.

Jeder steht hier in der Eigenverantwortung.

Bewertet wird unser Leben am Ende unserer Tage nach dem, was wir zu Lebzeiten getan oder auch nicht getan haben.


Autor : Horst Niederhagemann

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