Johannes   Gemeinde

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Gott hält was er verspricht!

Bibelstelle: Lukas 1,5-25; 57-66

Mit Zacharias und Elisabeth beginnt die Vorgeschichte des Kommens Jesu. Zacharias, ein Priester im Hause Gottes, dem Tempel. Er ist fromm und untadelig im Gesetz Gottes. Er glaubt an Gottes Wort und an seine Verheißungen.
Doch er und seine Frau haben den sehnlichen Wunsch nach einem Kind. Das bringen sie auch im Gebet vor Gott, doch der scheint ihr Beten nicht zu hören.
So wird Zacharias allmählich ungläubig und hoffnungslos.
Eine Einstellung von der auch wir ein Lied singen können.

Zacharias geht wie immer in den Tempel um seinen Dienst zu tun. Doch an diesem Tag ist alles anders. Es begegnet ihm der Engel Gottes und teilt ihm mit, dass er einen Sohn bekommen soll. Er soll ihn Johannes nennen.
Zacharias kann es nicht glauben. Er soll noch ein Kind haben! Jetzt, wo er und seine Frau alt geworden sind. Wie soll das gehen?
Der Engel aber gibt sich zu erkennen. "Ich bin Gabriel, der vor Gott steht und ich bin gesandt, um dir diese Botschaft zu bringen." Es ist kein Traum der ihm begegnet, es ist Realität.
"Weil du aber meinen Worten nicht glaubst, wirst du stumm sein bis zum Tag der Geburt deines Sohnes." Als der Engel verschwunden ist, geht Zacharias nach draußen. Hier wartet das Volk auf Zacharias, damit er mit ihnen betet. Doch als er aus dem Tempel kommt bringt er kein Wort hervor. Er ist stumm, wie der Engel gesagt hat.
Was mögen die Menschen gedacht haben.
Was hätten Sie in diesem Moment gedacht ?

Zacharias geht nach Hause, zu Elisabeth. Was wird in seinem Kopf herum gegangen sein, worüber hat er nachgedacht? Zuhause schreibt er auf eine Tafel: "Wir bekommen ein Kind. Das soll Johannes heißen."
Er wird Elisabeth nicht die ganzen Ereignisse aufgeschrieben haben und reden konnte er ja nicht.
Elisabeth aber glaubt an das, was ihr Mann ihr sagt.
Sie ist treu im Glauben an Gott. Sie lobt und preist Gott für die Nachricht.

Eine ähnliche Geschichte kennen wir schon aus dem Alten Testament.
Abraham wurde versprochen ein großes Volk zu werden. Er glaubte, seine Frau zweifelte. Hier ist es genau umgekehrt.
Zacharias hätte es doch wissen müssen aus der Geschichte der Väter, wie Gott handelt. Doch es fiel ihm erst später ein.

Wenn bei uns Menschen nichts mehr geht, beginnt oft das Handeln Gottes, auch heute noch. Denn Gott hält was er verspricht.
Als die Zeit erfüllt war, gebar Elisabeth einen Sohn, wie es der Engel gesagt hat, denn Gott steht zu seinem Wort. Verwandte und Nachbarn hören es und freuen sich mit ihr.
Sie glauben, dass das Kind den Namen seines Vaters bekommen soll. Elisabeth sagt: "Er soll Johannes heißen." Die Leute waren entsetzt.
Es war üblich, seinem Sohn den Namen des Vaters zu geben.
So wurde Zacharias gefragt: "Wie soll dein Sohn heißen?" Er schreibt auf eine Tafel: "Sein Name ist Johannes." So wie der Engel es geboten hat.
Sofort aber tut sich sein Mund auf und er lobt Gott. Gott hält, was er verspricht. Wie sagte der Engel? Du wirst stumm sein bis zur Geburt deines Sohnes.
Es wird bekannt im ganzen Bergland von Judäa. Es wird über alles gesprochen, was sich ereignet hatte.
Es kommt Furcht über die Menschen, die es hören. Sie nehmen es sich zu Herzen.
Sie fragen sich: "Was wird wohl aus diesem Kind werden?"
Was daraus geworden ist, lesen wir in der Bibel: Ein Prophet Gottes. Der Vorbote Jesu Christi, Gottes Sohn.

Nicht nur damals, sondern auch heute können wir davon ausgehen: Auf Gottes Wort ist immer Verlass. Gott hält was er verspricht.
Auch wenn wir Menschen meinen, die Sache ist hoffnungslos, Gott hört mich nicht, hat Gott noch einen Trumpf im Ärmel.
Für uns stellt sich nur die Frage: Wie bin ich? Wie Zacharias, oder wie Elisabeth? Bin ich auch mutlos geworden, ohne Hoffnung, weil es alles so lange dauert? Oder halte ich an dem fest was Gottes Wort mir sagt und warte voller Hoffnung auf sein Handeln? Nehme ich auch die Worte für mich in Anspruch: Gott hält was er verspricht?

Der Vorbote oder Herold Johannes ist geboren. Etwas später kommt der Retter dieser Welt in Jesus Christus auf die Erde. Ein Geschenk Gottes an uns Menschen. Etwas Größeres gibt es nicht.
Wenn wir dieses Geschenk annehmen, hält Gott auch bei uns alles was er verspricht.

Autor : Manfred Maack

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