Johannes   Gemeinde

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Hilfe! Ich soll Beten!

In unserer Gemeinde ist es üblich im Gottesdienst ein freies Gebet zu sprechen.

Bei besonderen Veranstaltungen wird dieses von mehreren Männern oder Frauen getan.
Eines Tages sprach man auch mich an, ob ich nicht bereit wäre, im Gottesdienst zu beten.

Im ersten Moment wollte ich sagen: "Nein danke, das ist nicht mein Ding."
Doch im nächsten Augenblick rasten viele Gedanken durch meinen Kopf.
Ich nahm die Aufforderung an.
Es ist ja auch noch etwas Zeit bis es soweit ist. Bis dahin würde mir schon noch etwas einfallen.
Außerdem fand ich es nicht gut diese Aufforderung abzulehnen. Was sollten die anderen denken? Das eigene Ansehen stand auf dem Spiel.

Sicher würde sich etwas ergeben. Mach dir erst einmal Gedanken über das wie.

Spickzettel geht nicht. In die Hand schreiben, ist auch nicht so einfach. Auswendig lernen könnte eine Lösung sein. Aber was ist, wenn du mitten im Satz stecken bleibst?

Was denken die anderen von deinem Gestotter? Ist es doch besser, die Zusage wieder zurück zu nehmen? Doch was werden die anderen davon halten? Meine Gedanken kommen nicht zur Ruhe. Nach einer Weile fasse ich den Entschluss: Ich muss jetzt da durch. Was du dir eingebrockt hast, musst du auch auslöffeln. Wer Ansehen haben will, muss leiden.

In den nächsten Tagen ließ mich meine Aufgabe nicht mehr los.

Dann las ich einen Satz, der alles veränderte:

"Beten heißt: Reden mit Gott."

Jetzt sah ich das ganze aus einer anderen Sicht. Jesus sagt: "Wenn du betest, geh in deine Kammer und schließ die Tür und bete im Verborgenen zu Gott, der im Verborgenen wohnt."

Doch wie beten wir in der Öffentlichkeit?
Die Grundlage des Gebets hat Jesus uns selbst gegeben, durch das Vaterunser.
Richten wir uns nach der Reihenfolge dieses Gebets und sprechen es mit unseren eigenen Worten. Das war also die Lösung meines Problems.

Dann kam der Tag meines Dienstes. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, als es hieß; "Lasst uns beten."
Da es immer mehrere Gemeindeglieder waren, die beteten, war erst eine Totenstille. Keiner wollte so recht anfangen. Doch dann brach einer das Eis. Ich wartete bis zum Schluss.

Fragen sie mich nicht, was ich in diesem Gebet gesagt habe. Ich weiß es nicht mehr.
Eines aber habe ich bis heute nicht vergessen. Mein Gebet auf den Weg zum Altar:

"Herr Jesus, hilf mir zu einem rechten Beten." Dieser Satz wurde gleich erhört, dessen bin ich mir sicher. Denn Jesus sagt: So ihr bittet in meinem Namen soll es geschehen.

DANKE!


Autor : Manfred Maack

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